Spezialtiefbau HDD
Horizontalbohrtechnik
Horizontalbohrtechnik
High-Tech im grabenlosen Leitungsbau
Die horizontale Bohrtechnik wird überall dort eingesetzt, wo ein konventioneller Tiefbau nicht machbar, nicht gewünscht oder wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Durch die grabenlose Verlegung werden Eingriffe in die Oberfläche reduziert. Dadurch können beispielsweise Straßen, Wege, Gewässer oder Grünflächen häufig erhalten bleiben, während der Umfang erforderlicher Erdarbeiten verringert wird. Zudem kann die Belastung für Anwohner durch Baustellenverkehr, Baulärm und Einschränkungen im Umfeld gegenüber einer offenen Bauweise geringer sein.
Weitere wirtschaftliche und temporäre Vorteile:
- Oberflächen werden nicht zerstört
- Geringere Behinderungen bzw. keine Gefährdung des ruhenden und fließenden Verkehrs
- Minimierung der Eingriffe in Natur und Landschaft
- Ökonomische Vorteile durch Reduzierung der Aufwendungen für Bodenaustausch, Grabenverbau und Grundwasserhaltung
- Genaue Dokumentation der verlegten Leitung im Lage- und Höhenprotokoll
- Kurze Bauzeiten
- treibhauswirksame Gase wie CO2 und 80% weniger Feinstaub im Vergleich zur offenen Bauweise. Außerdem sinkt die Lärmbelastung für Anwohner auf ein Minimum.
Was bieten wir?
Tiefbauleistungen:
- Öffnen und schließen von Start- und Zielgruben
- Begleitender Tiefbau beim Bau von längeren Trassen
- Material- Rohrlogistik auf der Baustelle
- Spülungstransport von der Bohrgrube zur Sammelstelle
- Fachgerechte Entsorgung anfallender Bentonit Spülung über Entsorgungspartner
Bohrleistung:
- Rohrdurchmesser: bis 400 mm
- Bohrungen bis zu einer Länge von maximal 260m je nach Bodenverhältnissen
- Durchführungen von sehr kurzen Bohrungen im HDD-Verfahren mittels Kleinbohranlage 4 t, dieser Verfahren eignet sich ideal für Straßenquerungen unter beengten Verhältnissen auf sehr kurzen Bohrstrecken
- Baufortschritt von bis zu 300m pro Tag, je nach Rohrdurchmesser und Bodenklasse
Maschinenpark:
- 2 Tracto 15 xp mit Underground Magnetics Mag 9 Ortungssystem
- Eine 4x Bohranlage von Tracto mit Underground Magnetics Mag5 Ortungssystem
- Bentonit Mischcontainer Model BMS als elektrische Mischanlage
- Bentonit Saugwagen
- Bentonit Sauganhänger
- Trommelanhänger
- 7,5t Kipper LKW
- diverse Maschinen und Werkzeuge aus dem Bereich Tiefbau wie z.B. Bagger, Radlader, Stampfer, Rüttelplatten etc.
Was ist Horizontalbohrtechnik?
Bei dem Horizontalspülbohrverfahren – auch als HDD (horizontal directional drilling) bekannt – werden Rohrleitungen unterirdisch verlegt, ohne dazu einen Graben zu erstellen. Es werden nur zwei Gruben benötigt: Die Start- und Zielgrube. Dabei können Gewässer, Straßen, Bahntrassen oder andere wertvolle und besonders schützenswerte Oberflächen unterquert werden. Die Bauausführung ist darauf ausgelegt, bestehende Infrastruktur nach Möglichkeit unbeschädigt zu erhalten und den Eingriff in das unmittelbare Bauumfeld möglichst gering zu halten. Auch bei der Längsverlegung im Bankettbereich oder entlang von Straßen mit erhöhtem Verkehrsaufkommen stellen Horizontalbohrungen eine äquivalente Alternative zur konventionellen Bauweise dar. Bohrungen sind sowohl außerorts als auch innerorts möglich.
1. Pilotbohrung
Zu Beginn wird am Anfang und am Ende der geplanten Bohrtrasse eine Start- und Zielgrube ausgehoben. Die Bohranlage bohrt dann mit einem speziellen Bohrkopf eine sogenannte Pilotbohrung von einer in die andere Grube. Dabei kann die Position des Bohrkopfes im Untergrund mithilfe spezieller Ortungstechnik jederzeit genau lokalisiert werden. Da der Bohrkopf seitlich abgeflacht ist, kann die Bohrung sehr genau durch das Erdreich gesteuert werden.
Um den Bohrkanal zu stabilisieren und das Bohrklein herauszuspülen wird eine Bohrspülung durch das Gestänge zum Bohrkopf gepumpt. Dabei kommt sogenanntes Bentonit zum Einsatz, welches aus natürlichen, besonders quellfähigen Tonmineralien besteht. Die eingesetzte Menge ist dabei von den Untergrundverhältnissen und dem Durchmesser der Bohrung abhängig.
2. Rohreinzug
Hat die Pilotbohrung die Zielgrube erreicht, wird der Bohrkopf gegen einen sogenannten Räumer ausgetauscht. Dieser weißt einen größeren Durchmesser als der zuvor verwendete Bohrkopf auf und weitet dadurch beim zurückziehen den Bohrkanal auf. Gleichzeitig verdichtet er den Bohrkanal. An den Räumer werden die jeweiligen Rohre angehängt und so unterirdisch eingezogen. Dabei können – je nach Dimension der Bohrung – auch mehrere Rohre gleichzeitig eingezogen werden.